Unsere neue Chorleiterin Ana Cho

Unsere neue Chorleiterin Ana Cho
 
Endlich haben wir eine neue Chorleitung. Bei einer Probe-Singstunde am 18. Juli 2020 konnten sich die Sängerinnen und Sänger von den beiden Bewerberinnen ein Bild machen.
 
Die Entscheidung der Chorgemeinschaft fiel eindeutig auf Frau Ana Cho. Und so hat auch der Kirchengemeinderat in seiner Sondersitzung am 19. Juli 2020 für die Einstellung von Frau Ana Cho gestimmt. Mit ihr haben wir eine ganz große Musikerin für unsere Chorarbeit gewinnen können.
 
 
Sie hat an der Hochschule für Musik in Karlsruhe erfolgreich die Studiengänge Klavier-Kammermusik und Chorleitung absolviert. Seit dem Frühjahr wohnt sie in Heidelberg und studiert dort Kirchenmusik.
 
Hoffnungsvoll haben wir mit der Chorarbeit zusammen mit Frau Cho im September wieder begonnen. Endlich war es wieder möglich, unter Einhaltung eines Hygienekonzepts eine Chorprobe durchzuführen. In der ev. Kirche wurden die ersten Singstunden abgehalten. Wir mussten feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, in kleinen Gruppen und mit Abstand zu singen. Dann haben wir unseren Probenort umgestellt auf den Bürgersaal. Dafür sprachen einige profane Dinge, wie Lüften und Heizen. Seit November ist leider wieder „Kein Singen“ möglich - Schade. Mit Bedauern hat unsere Vorständin Anja Pötzsch die Sängerinnen und Sänger davon informiert, dass bis auf weiteres keine Chorproben möglich sind.
 
Trotzdem möchten wir Ihnen Ana Cho vorstellen. Wir haben ein paar Fragen an sie gestellt.
 
Wer bist Du?
Ich heiße Ana, Ana Cho. Meine Mutter hat mich oft Anita genannt, eine kleine Ana. Mein Vater hatte die Inspiration bekommen, mich nach der Mutter des Propheten Samuels zu benennen. Unsere Familie ist von Südkorea nach Paraguay ausgewandert. Da haben wir ca. 5 Jahre gelebt und dann anschließend etwa 20 Jahre in Argentinien.
 
Wie alt bist Du und woher kommst Du?
Ich bin Jahrgang 1981 und in Südkorea geboren.
 
Was hast Du bisher gemacht?
Bisher habe ich Klavier und Pädagogie studiert, und bin als Pianistin unterwegs gewesen.  In Deutschland habe ich Kammermusik in Karlsruhe studiert und Konzerte gemacht. Währenddessen konnte ich, dank der Ermutigung meines Professors Herrn Dieter Kurz, auch das Studium Chorleitung absolvieren. Aus diesem Grunde bin ich heute hier in Wiesenbach als Chorleiterin engagiert.
Die Ermutigung kam gerade in der Zeit wo ich eine Verletzung in meinem linken Handgelenk hatte. Ich konnte nicht richtig Klavier spielen aber fürs Dirigieren war die Hand doch sehr gut.
Ich glaube, Gott kommt niemals zu spät.
Das habe ich auch erlebt als meine Mutter, nach 9 Jahren Chemobehandlung, zu ihrer "Heimat" ging. Ich habe immer gebetet dass Gott mich lässt, dass ich sie wiedersehe, und das ist tatsächlich passiert! Ich war an ihrem Krankenbett, nach einem langen Flug und ich konnte die letzten 8 Stunden bei ihr sein, von ihr Abschied nehmen. Das war ein richtig großes Geschenk von Gott, mich zum richtigen Zeitpunkt an diesen Platz gebracht zu haben.
 
Was machst Du jetzt gerade?
Jetzt mache ich ein weiteres Studium an der HfK (Hochschule für Kirchenmusik). Das ist so geschehen durch Gottes Gnade, die Er an mir getan hat und immer noch tut. Mich interessieren die Bibel und die Auslegungen der Theologen sehr. Denn ich frage oft nach dem „Warum“. Warum machen wir eigentlich Musik? Wofür lebe ich? Und so weiter….
Glücklicherweise findet man die Antwort in der Bibel! In Jesaja 43, 21,
 
„Darum sollen sie mich rühmen und von meinen großen Taten erzählen“.
 
In diesem Sinne bin ich sehr dankbar dass ich in Heidelberg Kirchenmusik studieren darf. Und Heidelberg war eigentlich "die Stadt" worum ich bei Gott gebeten hatte leben zu dürfen.
 
Was wünschst Du Dir?
Ich wünsche mir dass wir durch diese schwere Zeit alle zusammen gut hindurchgehen und uns nicht wie "verloren" fühlen. Dass wir nicht vergessen, was Gott für uns getan hat, nämlich dass Er Sein Leben aufgegeben hat, um uns zu lieben. Ich kenne einen Vers aus der Bibel, in dem Folgendes gesagt wird, und ich finde, dass wir da wirklich eine persönliche Zusage finden können; "Gott hat sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle dem Tod ausgeliefert. Sollte er uns da noch etwas vorenthalten?“ Römer 8,32
 
Mir geht es selbst auch oft schwer in dieser Zeit.
 
Aber heute habe ich mich nochmal entschieden, das Geschenk des Himmels anzunehmen, welches der Glaube ist.
(Text: Ingrid Carlin-Schmitt)