Die Orgel in der evangelischen Kirche Wiesenbach

Historie und Dispositionen der Orgel in der evangelischen Kirche Wiesenbach


Bild aus 1984: die Orgel in der evang. Kirche Wiesenbach  (heutiger Zustand)

Disposition 1984 (Firma Link, Giengen/Brenz): heutiger Zustand
Manual I (C-g3) Hauptwerk
Manual II (C-g3) Hinterwerk
Pedal (C-f1)
Rohrgedackt         8‘
Gedackt (#)    8‘
Subbass (*)      16‘
Salicional             8‘ (*)
Flöte (#)        4’
Oktavbass        8‘
Principal              4‘
Oktav  (+)      2’
Tenoroktav       4‘
Quinte              2 2/3‘
Quinte           1 1/3’
Trompetbass     8‘
Flageolet              2‘
Sifflet            1’
 
Terz                  1 3/5’
Cromhorn       8’
 
Mixtur 4-fach       1‘
 
 
System:
Mechanische Spieltraktur, mechanische Registertraktur, Manuale als Doppellade
Koppeln II/I, II/P, I/P
Historische Register: Stieffell 1773 (+), Ubhauser 1806 (#), Kiene 1891 (*)
 
Hier finden Sie einge Audioaufnahmen von der Wiesenbacher Orgel.
 

Historie:

Eine Orgel befindet sich in der Evangelischen Kirche Wiesenbach erst seit 1806, als der Heidelberger Orgelbauer Andreas Ubhauser ein neues Werk mit einem Klassizistischen Eichengehäuse erbaute. Dieses Instrument war als Brüstungsorgel mit linksseitiger Spieleinrichtung konzipiert und hatte zunächst nur ein Manual und Pedal.

Disposition 1806:

Manual (C-f3)

 

Pedal (C-f1)

Principal              4’

Fugara          4’

Subbass           16‘

Gedeckt              8’

Oktav           2’

Oktavbass        8‘

Flöte travers        8’

Mixtur          1 1/3’

Posaunbass      8‘

Gamba                8’

Vox humana  8’

 

Tremulant, 2 Spanbälge

Das Instrument wurde aber mehrfach umgebaut, u.a. von Kiene und von Steinmeyer, auf Kegellade, auf zwei Manuale und auf elektrische Traktur, auch wanderte das Gehäuse an die hintere Kirchenwand. 

Disposition 1934 (laut Angebot Steinmeyer 1934):

Manual I (C-g3)

Manual II (C-g3)

Pedal (C-f1)

Principal              4’

Salicional      8’

Subbass               16‘

Gedeckt              8’

Gedeckt       8’

Oktavbass             8‘

Flöte travers        8’

Principal       4’

Choralbass            4’

Gamba                8’

Flageolet      2’

Schweizerpfeife     2‘

Fugara                4’

Quinte         1 1/3’

 

 

Erhalten blieb das Gehäuse mit dem wunderbaren geschnitzten Prospekt, das heute unter Denkmalschutz steht, und einige wenige Register.
Um 1980 zeigten sich bei der Orgel immer mehr Ausfälle, die elektrische Traktur war am Ende ihrer Lebensdauer angelangt, so dass der Orgelsachverständige einen Neubau empfahl.

1984 baute die Firma Link/Giengen/Br. in das historische Gehäuse ein neues zweimanualiges Werk (Doppellade) mit mechanischer Traktur und Schleifladen unter Verwendung von fünf historischen Registern ein. Von den nun 17 Registern sind die beiden Zungenregister hervorzuheben: Cromhorn 8‘ im Hinterwerk und ein Trompetbass im Pedal. Die ursprüngliche linksseitige Spieleinrichtung wurde wieder hergestellt, die Position des Gehäuses an der hinteren Kirchenwand wurde beibehalten. Im historischen Gehäuse stehen heute die Pfeifen der beiden Manuale, dahinter – getrennt durch den Stimmgang – gemäß der badischen Bauweise stehen die Pfeifen des Pedals.

... bei den Orgelarbeiten:

 

 

 

 

 

 


 

 

 ... heutiger Zustand:

... Details des Orgelprospekts:

 Disposition 1984 (Firma Link, Giengen/Brenz): heutiger Zustand

Manual I (C-g3) Hauptwerk

Manual II (C-g3) Hinterwerk

Pedal (C-f1)

Rohrgedackt         8‘

Gedackt (#)    8‘

Subbass (*)      16‘

Salicional             8‘ (*)

Flöte (#)        4’

Oktavbass        8‘

Principal              4‘

Oktav  (+)      2’

Tenoroktav       4‘

Quinte              2 2/3‘

Quinte           1 1/3’

Trompetbass     8‘

Flageolet              2‘

Sifflet            1’

 

Terz                  1 3/5’

Cromhorn       8’

 

Mixtur 4-fach       1‘

 

 

System:

Mechanische Spieltraktur, mechanische Registertraktur, Manuale als Doppellade
Koppeln II/I, II/P, I/P
Historische Register: Stieffell 1773 (+), Ubhauser 1806 (#), Kiene 1891 (*)

Ansicht der Wiesenbacher Orgel (Zustand seit 1984):

Bilder&Text: Klaus Bretzer

Literatur:
Die Orgel der Evangelischen Kirche Wiesenbach
         Broschüre, 1985, ev. Kirchengemeinde Wiesenbach
Orgelführer Rhein-Neckar-Kreis (S.248)
         Eigenverlag Rhein-Neckar-Kreis 2001
         ISBN 3-932102-07-X

 

Hier ein kleiner akutischer Eindruck von diesem klangschönen Kleinod:

Berceuse (Wiegenlied) über "Stille Nacht" (KB 2018):

Berceuse für Orgel (Wiegenlied) über "Stille Nacht" (von Robert Jones)

Pastorale für Orgel  (KB2019):

Pastorale von Lefebure-Wely (1817-1869)

"Jesu bleibet meine Seele"  (KB2019):

Jesu bleibet meine Seele (J.S.Bach)

Adventliches Orgelpräludium (KB2019)

"Die Tore weit"  (Christiane Michel-Ostertun)

Weihnachten 2021