Waldhilsbacher Dialog Burn-Out

Waldhilsbacher Dialoge bringen existentielle Themen ins Gespräch mit Theologie
Burn-out war das Thema am 24.10. im Gemeinderaum unter der Christuskirche.
Prof. Dr. Dieter Hermann begrüßte die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, führte in das Thema ein und moderierte den Abend.
Der in Waldhilsbach wohnende Psychologische Psychotherapeut Dr. Peter Kosarz präsentierte anschaulich, was unter dem Syndrom Burn-out zu verstehen ist, woran es zu erkennen ist.
Es ist als Krankheit erst seit dem 1. Januar dieses Jahres anerkannt – allerdings nur wenn die Ursache im beruflichen Bereich liegt. Damit ist Burn out immer noch nicht allgemein als Krankheit anerkannt. Dr. Kosarz wies darauf hin, welche Ursachen im Menschen und in seiner Umgebung zu einem Burnout Syndrom führen können. Kennzeichen eines Burn-outs ist es, dass ein Mensch professionelle Hilfe braucht. Die Psychotherapie hilft, eigene Bedürfnisse wieder zu entdecken und Wege aus der Situation herauszufinden.
Pfarrerin Franziska Gnändinger zeigte anhand der biblischen Geschichte vom Propheten Elia auf, wie dieser starke Prophet der „allein gegen alle“ für Gott kämpfte, trotz seines Erfolges mit dem Tod bedroht wurde und dann ein Burn-out hatte. Er wollte nicht mehr leben und zog sich allein in die Wüste zurück. Doch Gott hat ihm geholfen hat, wieder aus dieser Erschöpfung herauszukommen. Das Gespräch mit Gott ist dabei hilfreich, auch heute, z.B. im Beten. Ein gelerntes Gebet, ein Bibelspruch oder eine Liedstrophe können Halt geben und neue Lebenskräfte wecken. Zur Vorbeugung hilft das Einhalten des Ruhetags, und auch die Einsicht, den Selbstwert nicht auf der eigenen Leistung aufzubauen. Diese Einsicht hatte schon Martin Luther. Deshalb feiern wir bis heute den Reformationstag.
Ein lebendiges Gespräch folgte den Ausführungen mit z.B. dem Hinweis, mal nach den eigenen Nachbarn zu fragen und für sie zu „Engeln“ zu werden. Auch der Besuch des Gottesdienstes am Sonntag tut gut, um zur Ruhe zu kommen und Gemeinschaft zu spüren.
F.G.