Unsere Chorleiterin

Neue Chorleiterin
Liebe Gemeinde,
mein Name ist Min Woo, und ich freue mich sehr, mich Ihnen als neue Chorleiterin der evangelischen Kirchengemeinde Wiesenbach vorstellen zu dürfen. Seit April 2025 leite ich sowohl den Kirchenchor als auch den Jubilate-Chor – eine Aufgabe, die mich mit großer Dankbarkeit und Freude erfüllt.
Meine musikalische Reise begann in meiner Heimat Südkorea, wo ich Orgel im Bachelor studierte. Nach meinem Abschluss führte mich mein Weg nach Deutschland – voller Neugier und dem Wunsch, mich musikalisch wie persönlich weiterzuentwickeln. Es folgten ein Masterstudium und ein Aufbaustudium in Freiburg sowie schließlich das Konzertexamen für Orgel, das ich in Zürich und Straßburg absolvieren durfte.
In den vergangenen Jahren war ich – neben meinem solistischen Wirken – als Organistin in der evangelischen Kirchengemeinde Waldkirch sowie in verschiedenen weiteren Gemeinden tätig. Immer wieder stellten sich mir dabei zentrale Fragen: Was bedeutet es, im Gottesdienst Musik zu machen? Und wie möchte ich in einem neuen Land leben, glauben und wirken?
Diese inneren Fragen führten mich schließlich zur Kirchenmusik. Obwohl ich anfangs unsicher war, ob ich den Anforderungen gewachsen wäre, verspürte ich zugleich einen tiefen inneren Ruf. Heute bin ich überzeugt: Gott ist der große Dirigent unseres Lebens – und er hat diesen Weg für mich bereitet, mit allem, was dazugehört.
Mit Mut und Vertrauen bereitete ich mich auf die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg vor – und wurde aufgenommen. Die darauffolgenden Semester stellten mich vor viele Herausforderungen, eröffneten mir aber zugleich eine ganz neue musikalische Welt. Inzwischen studiere ich im 5. Semester und bin dankbar für jede Erfahrung, die mich wachsen lässt.
Die Chorleitung ist für mich ein neues und spannendes Aufgabenfeld. Schon als Kind sang ich im Kirchenchor und begleitete ihn häufig am Klavier – doch selbst einmal zu dirigieren, hätte ich mir damals nicht vorstellen können. Umso größer ist heute meine Freude, gemeinsam mit Ihnen musikalisch unterwegs zu sein.
Am 6. Juli durfte ich mit dem Chor mein erstes Konzert als Chorleiterin gestalten – ein besonderer Moment für mich. Obwohl wir aufgrund einer kurzen, aber schweren Erkrankung nur wenig proben konnten, musizierten die Sängerinnen und Sänger mit so viel Begeisterung und Energie, dass der Abend für uns alle zu einem tief bewegenden Erlebnis wurde. Dafür danke ich unserem Chor von Herzen.
Ich freue mich auf viele weitere Proben, Begegnungen und Auftritte – und auf all das, was wir gemeinsam zum Klingen bringen werden.
Denn: Singen macht Spaß – und Singen macht munter!
Mit herzlichen Grüßen
Min Woo
 
  

Klimapilgern rund um Wiesenbach.

Pilgern heißt, rausgehen, sich auf den Weg machen und sich auf Neues einlassen. Dazu haben sich in Wiesenbach am Sonntag, den 12.7. viele aufgemacht.
 
Beim ökumenischen Gottesdienst auf der Wiese hinter der kath. Kirche traf man sich mit Abstand bei Sonnenschein und blauem Himmel. Manche kamen seit Corona zum ersten Mal wieder zum Gottesdienst und es konnte wieder im Freien gesungen werden.
 
Die souveräne musikalische Gestaltung lag beim Posaunenchor Bammental unter der Leitung von Artur Schwarz, der unterstützt durch Wiesenbacher Bläser– mit festlichen und beschwingten Klängen den Gottesdienst bereicherte, durch Schellen unterstützt beim Lied Großer Gott, wir loben dich.
 
Zum Thema, dem Auftrag Gottes an uns Menschen, die Schöpfung Gottes zu bebauen und zu bewahren, erzählten Konfirmandinnen und Konfirmanden von ihren Aktionen in der Konfirmandenzeit: Lebensmittel, die weggeworfen worden wären, wurden gerettet und daraus bei einer lustigen Schnippelparty in der Küche von Elma Rensch 2 verschiedene Essen für 30 Personen mit Nachtisch und Limonade bereitet. Bei diesem Gemeindeessen wurde gut gespendet – und das kam dann der Baumpflanzaktion zugute: Vermittelt durch Ingrid Carlin-Schmitt konnten die Konfirmandinnen und Konfirmanden 15 Bäume auf Streuobstwiesen pflanzen, unterstützt durch viele Helfer. Dank an alle. Ein schönes Zeichen der Ökumene war auch die gemeinsame Beteiligungen von Firmanden und Konfirmanden im Gottesdienst.
 
Bürgermeister Eric Grabenbauer verabschiedete Pfarrer Karl Endisch, der mit einem großen Herz für die Ökumene nach 20 Jahren segensreichen Wirkens in Wiesenbach und der Seelsorgeeinheit in den wohlverdienten Ruhestand geht. Auch die Neubürger wurden begrüßt und zu einem gemeinsamen Rundweg um Wiesenbach eingeladen.
 
Dabei gab es gleich viel zu sehen. Die interessante Ausstellung zu historischen Häusern der Ziegelei verlockte zum Stehenbleiben und Diskutieren.
 
Weiter ging es zum Feldkreuz: „Alles ist möglich, dem der da glaubt.“ Diese Aufschrift wurde konkret umgesetzt: Konfirmandinnen und Konfirmanden luden ein, einen ökologischen Fußabdruck zu machen und gaben Anregungen, was jeder und jede sofort tun kann, um die eigene Bilanz zu verbessern.
 
Beim Bienenhotel gab es viel zu sehen und zu tun: Bürgermeister Eric Grabenbauer zeigte und erläuterte, wie ein Bienenhotel gebaut und bestückt werden kann. Die Kinder konnten gleich aktiv werden und selbst bauen, füllen, sägen und schleifen, was allen Beteiligten Spaß machte.
Am Stand des BUND mit Jobst und Karen Maisenbacher, der Vorsitzenden des BUND Wiesenbach, gab es schöne anregende Materialen und kundige Anregungen für die Gestaltung von Gärten und Balkonen für alle Sorten von Insekten – auch Wildblumensamen und echte Hornissen- und Wespennester zum Anschauen.
 
Auf den Streuobstwiesen im Neurott hatte Landwirschaftsmeister Peter Schmitt 5000l Wasser bereitgestellt. Die Konfirmadinnen erläuterten ihre Baumpflanzaktion und luden Klein und Groß zum Bewässern der Bäume ein. Bei dem schönen Wetter wurden auch manche Hosen und Füße nass. Auch hier gab es interessante Gespräche und manchen Rat für das Pflanzen und Pflegen von Bäumen.
 
Der Weg zur Bienenfarm von Klemens Nagel und seinen Kollegen war schon mit informativen Tafeln bestückt. Dort gab es gleich drei Attraktionen: Kinder konnten echte duftende Bienenwachskerzen ziehen. Auf dem schönen Gelände in entspannter Atmosphäre informierte Klemens Nagel über die Bienen, ihr Leben und ihre Produkte. Das war nicht nur spannend und vieles neu, sondern geradezu begeisternd. Das Leben der Bienen im Stock konnte an einer dritten Stelle beobachtet werden.
 
Der Wald um Wiesenbach hat großen Erholungswert. So war der Weg zur Marienkapelle ein Genuss, wie auch die Kapelle als offener kühler Ort mit einer Andacht zu „Mutter Erde“. Für die Kinder gab es eine Anregung zum Basteln. Einladend war auch der Tisch vor der Kapelle mit kühlen Getränken für durstige Pilger. Vielen Dank an Jürgen Berger!
 
Zurück führte der Weg dann über Bilder zum Sonnengesang des Franziskus von Inge Klawiter. Hatte der Gottesdienst mit dem Lob Gottes, des Schöpfers begonnen, so rundeten die Bilder und der Sonnengesang des Franziskus als Lob Gottes durch die ganze Schöpfung den Pilgerweg ab.
 
Mit Bildern aus der Vergangenheit und Anregungen für die Zukunft konnten alle erleben: jede und jeder kann einen eigenen Beitrag für eine gute Zukunft in Wiesenbach leisten.